Dissidenten
Weltmusik aus Deutschland

Die Dissidenten sind sicher die bedeutendste Weltmusik-Band Deutschlands und waren wohl auch eine der wichtigsten für die Entwickling dieser Musikrichtung überhaupt. Mittlerweile ist es (leider) etwas ruhiger geworden um die Band. Aktiv sind sie trotzdem immer noch, als Produzenten, Labelchefs und, zwar meist in anderen Projekten, auch noch als Musiker. Es gibt aber eine gute Nachricht: Die Dissidenten arbeiten an einem neuen Album, das hoffentlich bald erscheinen wird. Wir wollen aus diesem Anlass die Geschichte der Dissidenten in (tagebuchähnlicher) Kurzform darstellen (um sie ausführlich darzustellen, müsste ein Buch geschrieben werden).

Die Dissidenten wurden 1981 von den Ex-Embryo-Mitgliedern Uve Müllrich und Friedo Josch, sowie Marlon Klein (Ex-“Real Ax Band”) in Berlin gegründet. Nach ihrer ersten Tour 1981/82 entschied sich die Gruppe nach Indien zu gehen und dort, auf Einladung des Maharaja Bhalkrishna Bharti von Gondagaon, in dessen Palast in Madja Pradesh zu leben und zu arbeiten. Das erste Album der Dissidenten “Germanistan” ist zu großen Teilen dort aufgenommen worden. Es entstand in Zusammenarbeit mit dem “Karnataka College Of Percussion” und deren charismatischer Sängerin Ramamani. Dieses Projekt, bei dem auch der Saxophonist Charlie Mariano mitwirkte, erregte großes Aufsehen, weit über die Grenzen Indiens hinaus.

Nach der Nordafrika-Tour 1983 schlug die Band ihre Zelte in Tangier, Marokko, auf, wo sie den amerikanischen Komponisten und Autor Paul Bowles kennenlernten. Durch ihn kamen sie in Kontakt mit einigen der wichtigsten Musiker Marokkos. Ihr zweites Album “Sahara Elektrik” entstand in Zusammenarbeit mit Marokkos Kultband “Lem Chaheb” in Tangier. Unterstützt wurden sie ausserdem von Abdessalam Akaaboune, einer der einflussreichsten Personen der marokkanischen Musikszene.

Das Stück Fata Morgana wurde 1984/85 zu einem Hit in Spanien und Italien. Während einer nur 3 Wochen dauernden Tour durch Spanien kamen 250.000 Menschen zu ihren Konzerten. Durch John Peel kam die ursprünglich in Südeuropa grassierende ‘Dissimania’ nach Großbritannien und Nordamerika (v.a. Kanada). Sahara Elektrik schaffte es an die Spitze der “Canadian independent charts”. Es folgte eine erfolgreiche Tour durch Europa.

Nachdem sie sich einen Namen als musikalische Pioniere gemacht hatten, gingen die Dissidenten 1986 zurück nach Tangier. Jedoch nahm ihre Popularität in den arabischen Ländern in kurzer Zeit solch gewaltige Dimensionen an, dass sie sich entschieden, sich lieber in Madrid niederzulassen. Dort wurde im gleichen Jahr noch das Album “Life At The Pyramids” produziert und veröffentlicht.

1987/88 spielten die Dissidenten in vielen großen Städten der USA und Kanada, um “Life At The Pyramids” zu promoten. Unter anderem spielten sie 1988 auf der Eröffnungsgala des “New Music Seminar” im New York Palladium, was ihren absoluten Druchbruch in Nordamerika darstellte.

Auf ihrem vierten Album “Out Of This World” (1989) arbeitete die Gruppe mit einigen brillanten nordafrikanischen Musikern zusammen: Neben dem Streichensemble des “Royal National Orchestra of Morocco”, sind auf dem Album Cherif Lamrani und Mahmoud Saadi, Mitglieder der legendären “Lem Chaheb” sowie Jil Jilala und Nass El Ghiwane zu hören. Produziert wurde die Scheibe in Rabat, Casablanca, Tangier und Madrid. 1990 wurde “Out Of This World” bei Sire/WB weltweit veröffentlicht. Noch im gleichen kehrten sie wieder nach Berlin zurück.

Im Jahr 1991 wurde das Album “Live In New York” veröffentlicht, auf dem die Aufnahmen des Konzerts beim “New Music Seminar” im New York Palladium von 1988 zu hören sind.

Ihr mittlerweile sechstes Album “The Jungle Book” erscheint 1992. Mit dabei sind wieder einige der Musiker, die bereits auf “Germanistan” mitwirkten, z.B. Trilok Gurtu und Ramesh Shotham. Was folgt ist wieder eine Tour rund um den Globus. In Europa erreicht das Album Platz 2 der World-Music-Charts des Jahres 1992 (bei 800 Nominierungen).

Vier Jahre später (1996) erscheint das vorerst letzte eigenständige Studioalbum der Dissidenten “Instinctive Traveler” mit Uve Muellrichs Tochter Bajka als Sängerin. Dies ist die erste CD der Dissidenten, auf der englisch gesungen wird. Es folgen sehr erfolgreiche Auftritte mit zahlreichen Gastmusikern, wie Izaline Calister, Noujoum Ouazza, Manickam Yogeswaran oder Manu Gallo, auf den größten und bedeutendsten Festivals Europas. Die Höhepunkte dieser Konzerte wurden später auf ihrem zweiten Live-Album “Live in Europe” veröffentlicht.

Auch wenn es danach etwas ruhiger um CD-Veröffentlichungen der Dissidenten als Band wurde, blieben sie weiterhin sehr aktiv:

Im Jahr 2000 wurde Marlon Klein von Jasper van’t Hof nach Durban, Südafrika, eingeladen, wo er das Pili Pili-Album “Love Letter” produzierte. Uve Muellrich komponierte Musik für den deutschen Pavillon der Expo 2000 und realisierte zusammen mit dem Bildhauer Professor Albert Hien eine Klanginstallation ebenfalls für die Expo 2000. Die Dissidenten schufen eine “dokumentarische Oper” zusammen mit dem amerikanischen Komponisten Gordon Sherwood und der Videokünstlerin Stefanie Seidl zur Donau, die vom “National Orchestra and Choir of Bratislava” während des Internationalen Donau-Musik-Festivals in Ulm aufgeführt wurde. Vielleicht schloss sich damit ein Kreis, denn nach all den Jahren, in denen sie überall in der Welt nach neuen musikalischen Herausforderungen gesucht haben, kehrten sie mit diesem Projekt wieder zur europäischen Musik zurück. Die Dissidenten sehen es so: “Abgesehen von Marschmusik, Nationalhymnen und Muzak mögen wir jede Art von Musik – solange Leidenschaft drin steckt!”

Zur Feier ihres 20-jährigen Bandjubiläums versammelten sie 2001 alte Weggefährten, Freunde und Fans und starteten ein neues Projekt mit dem Namen “A World Beat Odyssey“. Neun DJs/Produzenten (darunter Badmarsh, Lemongrass, Shantel und Slop Shop) erstellten Remixes von neun Stücken aus beinahe allen Phasen der Band. Mit dem daraus entstandenen “Future Sound of World Beat” gingen sie 2001 abermals auf Tour durch europäische Festivals, Clubs und Hallen.

2002 folgten Aufführungen der Doku-Oper “Das Gedächtnis des Wassers” beim Brucknerfest Linz, in Regensburg und in Tübingen mit Tomas San Miguel, Barabara Buchholz, Manickam Yogeswaran, Noujoum Ouazza und Stefanie Seidl.

Ein Jahr später dann “DISSIDENTEN Remix.ed 2.0“, eine Fortsetzung von “A New World Odyssey”, die sie mit Tomas San Miguel, Manickam Yogeswaran und Esther Bertram auf die Bühne brachten.

Die spanische Version der Doku-Oper “Das Gedächtnis des Wassers” (La Memoria de Las Aquas) folgte 2004. Sie wurde mit dem spanischen Dirigenten Tomás Garrido beim “Festivales de Navarra” in Pamplona, Spanien, aufgeführt und live im Radio übertragen.

Für 2007 planen Arte und der WDR eine Dokumtation über die Dissidenten. Also aufgepasst! Berichtigung: Der Beitrag in arte über die Dissidenten wurde bereits im Sommer 2007 gesendet.

Es ist zu hoffen, dass sie auch wieder mal in Deutschland auf Tour gehen, denn wer die Möglichkeit hat, ein Konzert der Dissidenten zu erleben, sollte sich die Chance auf keinen Fall entgehen lassen.

Nachtrag: 2008 erschien ihre CD “Tanger Sessions”, die sie zusammen mit den Orient-Rockern “Jil Jilala” aufgenommen haben.

Diskografie (Quelle: Wikipedia)
Alben
1982 – „Germanistan” (mit dem „Karnataka College Of Percussion”) – Exil/Indigo, Germany
1984 – „Sahara Elektrik” – Exil Musik, Germany – Amok Canada (1986) – Materiali Sonori Italy (1987)
1985 – „Life At The Pyramids” – Exil Musik, Germany – Dro Spain & Materiali Sonori Italy /1986) – Melodie France (1987) – Amok Canada (1988)
1986 – „Sahara Elektrik” – Life At The Pyramids” (CD) – Exil Musik – Globestyle UK (1989) – Exil Germany/World (1990)
1986 – „Arab Shadows” – Nuevos Medios Spain – Materiali Sonori Italy (1987)
1987 – „Dissidenten & Lem Chaheb” – Mexico
1990 – „Out Of This World” (CD) – Sire / Warner Bros. World
1990 – „Life At The Pyramids” (CD) – Exil Musik Germany/World
1991 – „Live In New York” (CD) – Exil Musik Germany
1992 – „The Jungle Book” – Exil/Indigo
1992 – „Germanistan” (CD) – Exil Germany/World
1993 – „The Jungle Book” (CD) – Exil Germany/World
1997 – „Instinctive Traveler” (CD) – Exil/Indigo
1998 – „Live in Europe” (CD) – Exil/Indigo
2008 – „Tanger Sessions” (CD) – Exil/Indigo

Compilations & EPs
1985 – „Casablanca” (EP) – Exil Musik Germany
1985 – „Fata Morgana” (EP) – Ginger Spain – Golden Denia France & Materiali Sonori Spain (1986) – Sigem Brazil (1987) – l’escargot France (1988)
1986 – „Special Compilation” (CD) – Exil Germany
1986 – „Inshallah” (EP) – Ginger Spain – Materiali Sonori Italy
1987 – „Hits Collection” – Globo Brazil
1988 – „Polo Mix/album” – Ginger 1988 Spain
1994 – „Love Supreme Remix” (CD) – Exil Germany/World
1994 – „Jungle Book remix” (EP) – e-que, WEA World
1996 – „Mixed Up Jungle” – Exil/Indigo
1997 – „Mixed up Jungle” (EP) – Exil Musik, Germany/World
2001 – „Dissidenten Remix.ed: A Worldbeat Odyssey” resp.
2001 – „2001: A World Beat Odyssey” (CD) – Exil/Indigo
2003 – „Dissidenten Remx.ED 2.0: A New World Odyssey” – Exil/Indigo
2003 – „2003: A Worldbeat Odyssey” (CD) – Exil

Soundtracks
1988 – „Sassaricando” – Globo Brazil
1995 – „Air India” – Air India
1993 – „Dissidenten – Live in India” – VOX TV
1992 – „Pankuj Parahar” – Louis Banks Bombay
1991 – „Great Journeys” – BBC
1989 – „Wild Orchid” – Warner Brothers

Besetzung (Auszug, Quelle: Wikipedia)
Multiinstrumentalist: Friedo Josch
E-Bass, Gitarre, Gesang: Uve Müllrich
Drums: Michael Wehmeyer (bis 1981, “Embyro’s Dissidenten”)
Drums, Keyboards, Gesang: Marlon Klein (seit 1981)
Gesang, Gitarre: Hamid Baroudi (1984–1990)
Gesang, Bass (Gembri): Houssaine Kili (1984–1988)

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Weltmusik aus Deutschland

Die Dissidenten sind sicher die bedeutendste Weltmusik-Band Deutschlands und waren wohl auch eine der wichtigsten für die Entwickling dieser Musikrichtung überhaupt. Mittlerweile ist es (leider) etwas ruhiger geworden um die Band. Aktiv sind sie trotzdem immer noch, als Produzenten, Labelchefs und, zwar meist in anderen Projekten, auch noch als Musiker. Es gibt aber eine gute Nachricht: Die Dissidenten arbeiten an einem neuen Album, das hoffentlich bald erscheinen wird. Wir wollen aus diesem Anlass die Geschichte der Dissidenten in (tagebuchähnlicher) Kurzform darstellen (um sie ausführlich darzustellen, müsste ein Buch geschrieben werden).

Die Dissidenten wurden 1981 von den Ex-Embryo-Mitgliedern Uve Müllrich und Friedo Josch, sowie Marlon Klein (Ex-“Real Ax Band”) in Berlin gegründet. Nach ihrer ersten Tour 1981/82 entschied sich die Gruppe nach Indien zu gehen und dort, auf Einladung des Maharaja Bhalkrishna Bharti von Gondagaon, in dessen Palast in Madja Pradesh zu leben und zu arbeiten. Das erste Album der Dissidenten “Germanistan” ist zu großen Teilen dort aufgenommen worden. Es entstand in Zusammenarbeit mit dem “Karnataka College Of Percussion” und deren charismatischer Sängerin Ramamani. Dieses Projekt, bei dem auch der Saxophonist Charlie Mariano mitwirkte, erregte großes Aufsehen, weit über die Grenzen Indiens hinaus.

Nach der Nordafrika-Tour 1983 schlug die Band ihre Zelte in Tangier, Marokko, auf, wo sie den amerikanischen Komponisten und Autor Paul Bowles kennenlernten. Durch ihn kamen sie in Kontakt mit einigen der wichtigsten Musiker Marokkos. Ihr zweites Album “Sahara Elektrik” entstand in Zusammenarbeit mit Marokkos Kultband “Lem Chaheb” in Tangier. Unterstützt wurden sie ausserdem von Abdessalam Akaaboune, einer der einflussreichsten Personen der marokkanischen Musikszene.

Das Stück Fata Morgana wurde 1984/85 zu einem Hit in Spanien und Italien. Während einer nur 3 Wochen dauernden Tour durch Spanien kamen 250.000 Menschen zu ihren Konzerten. Durch John Peel kam die ursprünglich in Südeuropa grassierende ‘Dissimania’ nach Großbritannien und Nordamerika (v.a. Kanada). Sahara Elektrik schaffte es an die Spitze der “Canadian independent charts”. Es folgte eine erfolgreiche Tour durch Europa.

Nachdem sie sich einen Namen als musikalische Pioniere gemacht hatten, gingen die Dissidenten 1986 zurück nach Tangier. Jedoch nahm ihre Popularität in den arabischen Ländern in kurzer Zeit solch gewaltige Dimensionen an, dass sie sich entschieden, sich lieber in Madrid niederzulassen. Dort wurde im gleichen Jahr noch das Album “Life At The Pyramids” produziert und veröffentlicht.

1987/88 spielten die Dissidenten in vielen großen Städten der USA und Kanada, um “Life At The Pyramids” zu promoten. Unter anderem spielten sie 1988 auf der Eröffnungsgala des “New Music Seminar” im New York Palladium, was ihren absoluten Druchbruch in Nordamerika darstellte.

Auf ihrem vierten Album “Out Of This World” (1989) arbeitete die Gruppe mit einigen brillanten nordafrikanischen Musikern zusammen: Neben dem Streichensemble des “Royal National Orchestra of Morocco”, sind auf dem Album Cherif Lamrani und Mahmoud Saadi, Mitglieder der legendären “Lem Chaheb” sowie Jil Jilala und Nass El Ghiwane zu hören. Produziert wurde die Scheibe in Rabat, Casablanca, Tangier und Madrid. 1990 wurde “Out Of This World” bei Sire/WB weltweit veröffentlicht. Noch im gleichen kehrten sie wieder nach Berlin zurück.

Im Jahr 1991 wurde das Album “Live In New York” veröffentlicht, auf dem die Aufnahmen des Konzerts beim “New Music Seminar” im New York Palladium von 1988 zu hören sind.

Ihr mittlerweile sechstes Album “The Jungle Book” erscheint 1992. Mit dabei sind wieder einige der Musiker, die bereits auf “Germanistan” mitwirkten, z.B. Trilok Gurtu und Ramesh Shotham. Was folgt ist wieder eine Tour rund um den Globus. In Europa erreicht das Album Platz 2 der World-Music-Charts des Jahres 1992 (bei 800 Nominierungen).

Vier Jahre später (1996) erscheint das vorerst letzte eigenständige Studioalbum der Dissidenten “Instinctive Traveler” mit Uve Muellrichs Tochter Bajka als Sängerin. Dies ist die erste CD der Dissidenten, auf der englisch gesungen wird. Es folgen sehr erfolgreiche Auftritte mit zahlreichen Gastmusikern, wie Izaline Calister, Noujoum Ouazza, Manickam Yogeswaran oder Manu Gallo, auf den größten und bedeutendsten Festivals Europas. Die Höhepunkte dieser Konzerte wurden später auf ihrem zweiten Live-Album “Live in Europe” veröffentlicht.

Auch wenn es danach etwas ruhiger um CD-Veröffentlichungen der Dissidenten als Band wurde, blieben sie weiterhin sehr aktiv:

Im Jahr 2000 wurde Marlon Klein von Jasper van’t Hof nach Durban, Südafrika, eingeladen, wo er das Pili Pili-Album “Love Letter” produzierte. Uve Muellrich komponierte Musik für den deutschen Pavillon der Expo 2000 und realisierte zusammen mit dem Bildhauer Professor Albert Hien eine Klanginstallation ebenfalls für die Expo 2000. Die Dissidenten schufen eine “dokumentarische Oper” zusammen mit dem amerikanischen Komponisten Gordon Sherwood und der Videokünstlerin Stefanie Seidl zur Donau, die vom “National Orchestra and Choir of Bratislava” während des Internationalen Donau-Musik-Festivals in Ulm aufgeführt wurde. Vielleicht schloss sich damit ein Kreis, denn nach all den Jahren, in denen sie überall in der Welt nach neuen musikalischen Herausforderungen gesucht haben, kehrten sie mit diesem Projekt wieder zur europäischen Musik zurück. Die Dissidenten sehen es so: “Abgesehen von Marschmusik, Nationalhymnen und Muzak mögen wir jede Art von Musik – solange Leidenschaft drin steckt!”

Zur Feier ihres 20-jährigen Bandjubiläums versammelten sie 2001 alte Weggefährten, Freunde und Fans und starteten ein neues Projekt mit dem Namen “A World Beat Odyssey“. Neun DJs/Produzenten (darunter Badmarsh, Lemongrass, Shantel und Slop Shop) erstellten Remixes von neun Stücken aus beinahe allen Phasen der Band. Mit dem daraus entstandenen “Future Sound of World Beat” gingen sie 2001 abermals auf Tour durch europäische Festivals, Clubs und Hallen.

2002 folgten Aufführungen der Doku-Oper “Das Gedächtnis des Wassers” beim Brucknerfest Linz, in Regensburg und in Tübingen mit Tomas San Miguel, Barabara Buchholz, Manickam Yogeswaran, Noujoum Ouazza und Stefanie Seidl.

Ein Jahr später dann “DISSIDENTEN Remix.ed 2.0“, eine Fortsetzung von “A New World Odyssey”, die sie mit Tomas San Miguel, Manickam Yogeswaran und Esther Bertram auf die Bühne brachten.

Die spanische Version der Doku-Oper “Das Gedächtnis des Wassers” (La Memoria de Las Aquas) folgte 2004. Sie wurde mit dem spanischen Dirigenten Tomás Garrido beim “Festivales de Navarra” in Pamplona, Spanien, aufgeführt und live im Radio übertragen.

Für 2007 planen Arte und der WDR eine Dokumtation über die Dissidenten. Also aufgepasst! Berichtigung: Der Beitrag in arte über die Dissidenten wurde bereits im Sommer 2007 gesendet.

Es ist zu hoffen, dass sie auch wieder mal in Deutschland auf Tour gehen, denn wer die Möglichkeit hat, ein Konzert der Dissidenten zu erleben, sollte sich die Chance auf keinen Fall entgehen lassen.

Nachtrag: 2008 erschien ihre CD “Tanger Sessions”, die sie zusammen mit den Orient-Rockern “Jil Jilala” aufgenommen haben.

Diskografie (Quelle: Wikipedia)
Alben
1982 – „Germanistan” (mit dem „Karnataka College Of Percussion”) – Exil/Indigo, Germany
1984 – „Sahara Elektrik” – Exil Musik, Germany – Amok Canada (1986) – Materiali Sonori Italy (1987)
1985 – „Life At The Pyramids” – Exil Musik, Germany – Dro Spain & Materiali Sonori Italy /1986) – Melodie France (1987) – Amok Canada (1988)
1986 – „Sahara Elektrik” – Life At The Pyramids” (CD) – Exil Musik – Globestyle UK (1989) – Exil Germany/World (1990)
1986 – „Arab Shadows” – Nuevos Medios Spain – Materiali Sonori Italy (1987)
1987 – „Dissidenten & Lem Chaheb” – Mexico
1990 – „Out Of This World” (CD) – Sire / Warner Bros. World
1990 – „Life At The Pyramids” (CD) – Exil Musik Germany/World
1991 – „Live In New York” (CD) – Exil Musik Germany
1992 – „The Jungle Book” – Exil/Indigo
1992 – „Germanistan” (CD) – Exil Germany/World
1993 – „The Jungle Book” (CD) – Exil Germany/World
1997 – „Instinctive Traveler” (CD) – Exil/Indigo
1998 – „Live in Europe” (CD) – Exil/Indigo
2008 – „Tanger Sessions” (CD) – Exil/Indigo

Compilations & EPs
1985 – „Casablanca” (EP) – Exil Musik Germany
1985 – „Fata Morgana” (EP) – Ginger Spain – Golden Denia France & Materiali Sonori Spain (1986) – Sigem Brazil (1987) – l’escargot France (1988)
1986 – „Special Compilation” (CD) – Exil Germany
1986 – „Inshallah” (EP) – Ginger Spain – Materiali Sonori Italy
1987 – „Hits Collection” – Globo Brazil
1988 – „Polo Mix/album” – Ginger 1988 Spain
1994 – „Love Supreme Remix” (CD) – Exil Germany/World
1994 – „Jungle Book remix” (EP) – e-que, WEA World
1996 – „Mixed Up Jungle” – Exil/Indigo
1997 – „Mixed up Jungle” (EP) – Exil Musik, Germany/World
2001 – „Dissidenten Remix.ed: A Worldbeat Odyssey” resp.
2001 – „2001: A World Beat Odyssey” (CD) – Exil/Indigo
2003 – „Dissidenten Remx.ED 2.0: A New World Odyssey” – Exil/Indigo
2003 – „2003: A Worldbeat Odyssey” (CD) – Exil

Soundtracks
1988 – „Sassaricando” – Globo Brazil
1995 – „Air India” – Air India
1993 – „Dissidenten – Live in India” – VOX TV
1992 – „Pankuj Parahar” – Louis Banks Bombay
1991 – „Great Journeys” – BBC
1989 – „Wild Orchid” – Warner Brothers

Besetzung (Auszug, Quelle: Wikipedia)
Multiinstrumentalist: Friedo Josch
E-Bass, Gitarre, Gesang: Uve Müllrich
Drums: Michael Wehmeyer (bis 1981, “Embyro’s Dissidenten”)
Drums, Keyboards, Gesang: Marlon Klein (seit 1981)
Gesang, Gitarre: Hamid Baroudi (1984–1990)
Gesang, Bass (Gembri): Houssaine Kili (1984–1988)

Text date: 2007-09-01  
Text: © Exil/Dissidenten / WMM  
Text edition: Global Music Magazine  
Distributor: Indigo Musikproduktion + Vertrieb GmbH
Ident-Code: 296/5704/1


Translation

INTO ENGLISH (using Google translator)

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